Callaway Rogue

Anfang 2018 war es, als Callaway eine äusserst erfolgreiche Schlägerlinie lanciert hat. Ihr Name: ROGUE. Übersetzt bedeutet ROGUE „Schurke“. Wie die Callaway-Marken-Fachleute damals auf diese Namen kamen, ist uns nicht bekannt. Fakt aber ist, dass ROGUE-Schläger bis heute von Golferinnen und Golfern weltweit sehr gerne gespielt werden.

Und so scheint es plausibel, dass ROGUE erneut als Namensgeber für eine Callaway-Schlägerfamilie herhalten darf. Ganz korrekt heisst die neue Linie ROGUE ST, wobei das ST für „speed tuned“ steht. Bei The Golfer’s waren wir grosse „Fans“ der alten ROGUE-Serie – entsprechend gross ist auch die Freude über die neue 22er Serie.

 

Was gibt’s denn Neues?

Die ROGUE-Familie umfasst eine gewaltige Palette an Schlägern. Hier die Übersicht zu behalten, ist nicht ganz einfach.

Vier Driver, drei Fairwayhölzer, vier Hybrids und nochmals vier Eisen – somit bilden insgesamt 15 (!) neue Schläger das ROGUE-Line-up. Sicherlich hat jeder einzelne Schläger seine Berechtigung – aber es darf hinterfragt werden, ob nicht das eine oder andere Modell hätte weggelassen oder kombiniert werden können.

 

Die Driver.

Callaway präsentiert die ROGUE-Driver als „unsere bislang schnellsten und stabilsten Driver.“ Will heissen: Grosse Weiten bei hoher Fehlerverzeihung. Wer will das nicht?

Die Schlagflächen wurden in Bezug auf die Ballgeschwindigkeit und neu auch hinsichtlich Spin und Abflugwinkel optimiert. Mitgeholfen hat hier zum einen wieder Callaways Supercomputer, der tausende von Schlagflächenvariationen berechnet und so die optimalsten Resultate geliefert hat. Zum anderen wurde der „Jailbreak Speed Frame“ überarbeitet, welcher die Sohle und die Krone des Driver zusammenhält und somit Energieverlust im Treffmoment reduziert.

Neu bei den ROGUE-Drivern ist die „Tungsten Speed Cartridge“ – ein bis zu 23 Gramm schweres Tungsten-Gewicht, welches strategisch clever im Driverkopf verbaut ist und so das MOI (Trägheitsmoment) erhöht. Sichtbar gemacht wird das durch einen goldenen „Bügel“ am hinteren Ende der Driver.

Die beiden wichtigsten Driver sind sicherlich der ROGUE ST MAX und der ROGUE ST MAX D (= Draw). Für etwas versiertere Spieler, bei denen die Backspin-Reduktion ein Thema ist, kann der ROGUE ST MAX LS (= low spin) eine sinnvolle Alternative darstellen. Ein richtiges „Low-Spin-Monster“ ist die vierte Modellvariante, der ROGUE ST TRIPLE DIAMOND SL (was für ein Name). Deutlich schwieriger zu spielen als die drei anderen Varianten ist er nur für ganz gute Spieler eine mögliche Alternative.

 

Optik, Sound und Feel

Im 2018 zierte die ROGUE-Familie noch so ein etwas eigenartiges grün-blau. Oder türkis. Oder was auch immer. Nun präsentiert sich die komplette Holzfamilie in matt-schwarz mit goldenen Akzenten. Das sieht sehr edel, hochwertig und classy aus.

Puncto Sound musste Callaway gegenüber seinen Mitbewerbern in den vergangenen Jahren oft Federn lassen. Diesen Makel hat man 2021 bei den EPIC-Drivern schon beheben können. Die neuen Driver-Modelle tönen auf Grund ihrer Eigenschaften leicht unterschiedlich, stets knackig und nie „büxig“.

Beim Schlaggefühl gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Dies ist mitunter auch der Schaft-Auswahl geschuldet. Etwas, was Callaway einfach richtig gut macht. Die Standardschäfte sind bei Callaway immer von sehr hoher Qualität und das schlägt sicher immer wieder auf die Gesamtperformance der Schläger nieder.

 

Fairwayhölzer und Hybrids.

Gemäss Callaway sollen die ROGUE-Fariwayhölzer mindestens gleich gut oder gar besser funktionieren als die EPIC-Fairwayhölzer von 2021. Wenn dem so ist, dann ziehen wir im Kollektiv den Hut. Callaway spricht von bis zu 10 Yards (ca. 9 Meter) mehr Länge.

Dabei helfen sollen (unter anderem) die neue „Batwing-Technologie“ und die „Tungsten Speed Cartridge“, wo Tungsten von hoher Dichte unten und weit vorne im Kopf platziert wird. Zweiteres generiert sicherlich eine hohe Ballgeschwindigkeit, man sollte aber gleichzeitig eine Auge auf die Ballflughöhe werfen.

Hybrids – da muss man ehrlich sein – waren in der Vergangenheit nicht Callaways beste Disziplin. Geändert hat sich das erst im vergangenen Jahr, als die neuen APEX-Hybrids lanciert wurden. Bis dahin hatte man vor allem gegenüber TaylorMade, Titleist und PING oftmals das nachsehen.

Die neuen ROGUE-Hybrids präsentieren einige gewinnbringende Technologien. So gibt es neu einen Jailbreak-Rahmen der für mehr Stabilität sorgen soll. Tungsten wurde auch hier verbaut und die Schlagflächen sind überarbeitet. Gegenüber den früheren Modellen soll so die Performance deutlich stabiler und besser ausfallen.

 

Die Eisen.

Wie erwähnt – vier Köpfe beinhaltet die Linie. Während das ROGUE ST PRO Eisen für die besseren Spieler gedacht ist, zählen die restlichen drei Kopfvarianten zu den (Super)Game-Imporovement-Irons und sind somit für mittlere bis hohe Handicapier gedacht.

Und genau so präsentieren sich die Eisen beim ansprechen; eher breit und ein wenig klobig, aber definitiv vertrauensvoll. Optisch sind sie solide – aber ein Design-Highlight sind die ROGUE-Eisen sicherlich nicht und können mit der tollen Ästhetik der ROGUE-Hölzer (leider) nicht mithalten.

Die Performance jedoch überzeugt auf ganzer Linie. Und auch bezüglich Sound und Schlaggefühl gibt’s nichts zu meckern.

Zu erwähnen sind die erneut sehr „steilen“ Lofts beim ROGUE ST MAX und beim ROGUE ST MAX OS. Die 7er Eisen liegen hier bei 27.5° beziehungsweise 28.5°. Dies generiert tolle Weiten. führt aber auch dazu, dass man bei den kurzen Eisen ein PW (Pitching Wedge), ein AW (Approach Wedge) und ein GW (Gap Wedge) einsetzen sollte. Jedoch kennt man diese „Struktur“ schon seit den Mavrik-Eisen – das ist also nichts Neues.

Alles in allem sind die ROGUE-Eisen grundsolide Arbeiter(innen) – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und als solche dürften sie manchen Golfer glücklich machen. Seele, Leidenschaft oder gar Emotionen sucht man hier aber vergeblich. Aber diesbezüglich hat Callaway ja mit den aktuellen APEX-Eisen eine Eisenfamilie am Start, welche genau diese Attribute verkörpern.

 

Custom Fittings für die ROGUE-Familie ab Februar 2022

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