NEUE TITLEIST-HÖLZER

Dass die Firma Titleist nicht nur den weltweit meistgespielten Ball, sondern immer wieder auch tolle Schläger auf den Markt bringt, dürfte den meisten Golfern bekannt sein. Ganz aktuell die im Herbst lancierte neue Holz-Linie „TS“ mit Drivern und Fairwayhölzer.

Bericht von Nino Ziegler

Titleist hat noch immer ein wenig den (irrtümlichen) Ruf, nur Schläger für bessere Spieler herzustellen. Das ist schon lange nicht mehr so und man konzentriert sich darauf, Schläger zu bauen, die auch für die grosse Masse an Golfern leicht zu spielen sind. Dies hat Titleist im Herbst 2017 bereits mit den neuen Eisen und in diesem Herbst nun mit der neuen TS-Linie (Driver und Fairwayhölzer) deutlich unter Beweis gestellt.

Die neuen TS-Driver und TS-Fairwayhölzer erscheinen in zwei unterschiedlichen Linien; Titleist TS2 und TS3. Wer sich genauer über die Konstruktionsdetails informieren möchte, sollte sich die Titleist-Website anschauen.

Das Kürzel „TS“ steht für „Tour Speed“ und soll deutlich machen, worauf sich Titleist bei der Konzeption der neuen Hölzer konzentriert hat – nämlich auf den Ballspeed. Dies soll dann auch in grösseren Weiten erkennbar sein.

Für mich die deutlich grösseren Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodel 917 D2 (und D3) aber liegen in der Verringerung der Spin-Rates (vor allem beim TS2-Driver) und der deutlich höheren Fehlertoleranz, mit welcher Driver und Fairwayhölzer beeindrucken. Meine persönlichee Schwungbahn ist (leider) meist etwas von aussen. Daraus resultieren auch immer mal wieder an der Spitze getroffene Bälle. Vor allem dann fliegen beim TS2-Driver die „unmittig“ getroffenen Bälle ohne grösseren Längenverlust Richtung Ziel.

Ich hatte das Vergnügen, noch vor dem ordentlichen Release im August ein Fitting mit einem englischen Titleist-Fitter machen zu dürfen. Wir sind dann gemeinsam auf den TS2-Driver, 9.5° mit dem Tensei Blue 65 in S gekommen. Die Spinreduktion gegenüber meinem alten Titleist-Driver brachte mir sofort ca. 10 – 12 Meter mehr Länge ohne Einbusse an Spielkomfort oder Fehlertoleranz. Ganz im Gegenteil. Zuhause habe ich dann den gefitteten Tensei Blue noch gegen einen Tour AD DI 6s getauscht. Der Schaft ist – zugegeben – nicht ganz günstig, hat mir meine Spinrates aber nochmals um rund 300 RPM reduziert.

Meine Fazit nach rund dreieinhalb Monaten ist durchwegs positiv. Hohe Fehlerverzeihung und tolle Längen. Und – für mich nicht ganz unwesentlich – ein tolle Optik sowie ein 1A-Feeling. Unabhängig von Spielstärke und Handicap empfehle ich die Titleist-Hölzer zu probieren. Für den einen oder anderen wird sich das „Experiment“ sicherlich lohnen.